Das langsam heller werdende Licht des Jahres begrüßen, zur Närrin werden. In jugendlichem Übermut über die Wiesen laufen – das erste Mal barfuß gehen. Das Durcheinander der Lebenslust begrüßen, die queere Landschaft erkunden. Im Rausch der Sonnenwende mich zerstreuenund mit der Schnitterin die Kurve kriegen – es ist genug! Das Sinken umarmen, die Dunkelheit kennen.Gedenken, loslassen, Kompost werden. Um mit Demut immer wieder aufs Neuedem Wunder des Lebens die Hand aufzuhalten.
Seit 2025 verschicken wir mit Holles Rad 8 Mal im Jahr Briefe an einen wachsenden Kreis von Menschen. Gefüllt mit Texten, Illustrationen, Märchen, Inspirationsfragen und Impulsen für Rituale begleiten sie uns durch den Lauf des Jahres.
Holles Rad erzählt Geschichten vom Leben im Jahreszyklus – und von der Suche nach Einbettung in Zeit, Landschaft und Gemeinschaft. Wir suchen nach emanzipatorischen Antworten auf die Erfahrung von Entfremdung und Vereinzelung in der Moderne und machen uns mit Bildern und Worten auf die Suche nach Verbindungen zwischen Menschen, Landschaften, Zeiten und dem Mehr-als-Menschlichen. Dabei stoßen wir immer wieder auf historische Brüche, gewaltvolle Vergangenheiten und gegenwärtige Herrschaftsverhältnisse, die eine Kultur der Trennung aufrechterhalten.
In den Briefen gibt es deswegen immer wieder einen vielleicht ungewohnten Mix aus Märchen, Kapitalismuskritik, Naturverbindung, somatischen Impulsen und Input, zum Beispiel zur Hexenverfolgung, kulturellen Aneignung, queeren Landschaften oder feministischen Bewegungen. Dazu kommen Inspirationsfragen zur Selbstreflexion und immer auch begleitende Illustrationen.
Begleitend zu den Briefen bist du eingeladen, an verschiedenen Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten teilzuhaben. Es gibt Online Austausche nach jedem Brief, dezentrale Kleingruppen, selbstorganisierte Regionalgruppen, und eine gemeinsame Telegrammgruppe. Je nachdem was dir zusagt, kannst du eines davon oder auch alles machen.
Die Angebote sind inklusive für alle, die im Zyklus dabei sind.